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Erfolgreicher Messeauftritt auf der Agritechnica 2023 in Hannover

Auf unserem Messestand zeigten wir unsere Möglichkeiten rund um die Zahnrad- und Getriebefertigung sowie die speziellen Antriebslösungen und Konstruktionen für die Landtechnik. In diesem Jahr präsentierten wir uns auf der Agritechnica mit unserem Partner Roth Antriebstechnik. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besuchern für das große Interesse an unseren Leistungen und Produkten.

Schmahl auf der Ausbildungsbörse in der historischen Stadthalle am Johannisberg am 31.08.2023

Am 31. August 2023 stellen lokale Arbeitgeber ihre Ausbildungsangebote in der Historischen Stadthalle Wuppertal vor. Schmahl präsentiert sich mit Infos rund um den Ausbildungsberuf zum Zerspanungsmechaniker.

32. Ausbildungsbörse
31. August 2023
10.00-16.00 Uhr
Historische Stadthalle Wuppertal
Johannisberg 40

Schmahl Auszubildende

Bei uns gibt es Ausbildungsplätze für 2024, bewirb Dich und werde Teil unseres Teams!

Erweiterung unserer Härterei

Nach einer langen Reise aus Japan sind unsere IHI LPC Vakuumöfen 2 und 3 nun eingetroffen. Unsere Härterei wird in den nächsten Monaten mit neuen Kapazitäten für die Erstellung von Hochpräzisionszahnrädern ausgestattet.

Ausbildungsstart 2020 bei Schmahl

Artikel Westdeutsche Zeitung 07.08.2020 „Hightech-Werkstatt statt Universität“

Neuer Imagefilm

Hier präsentieren wir unseren neuen Imagefilm auf Youtube:

AGRITECHNICA – The World’s No. 1

Erfolgreicher Messeauftritt auf der Weltleitmesse für Landtechnik

Landtechnik-Innovationen und modernste Lösungen und Konzepte für die Zukunft der Pflanzenproduktion wurden auf der AGRITECHNICA in Hannover vom 10. bis 16. November 2019 präsentiert.

Auf unserem Messestand zeigten wir unsere Möglichkeiten rund um die Zahnrad- und Getriebefertigung sowie die speziellen Antriebslösungen und Konstruktionen für die Landtechnik. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besuchern für das große Interesse an unseren Leistungen und Produkten.

Mehr als 2.800 Aussteller aus der ganzen Welt präsentierten ein komplettes Angebot an Traktoren, Maschinen, Geräten, Ersatzteilen und Zubehör.

Artikel in der Fachzeitschrift MAV (Maschinen, Anlagen, Verfahren) 07/08-2019

Schauen Sie sich hier den Artikel aus der letzten Ausgabe der Fachzeitschrift MAV (Maschinen, Anlagen, Verfahren) an:

MAV Artikel PDF

INNOVATION ZU ALLER NUTZEN

Wer immer nur auf ausgetretenen Pfaden wandelt, wird nie neue Ziele erreichen. Nur wenige Unternehmen setzen dies so konsequent um, wie der mittelständische Zahnradspezialist Wolfgang Schmahl GmbH & Co. KG. So hat das Velberter Unternehmen als erster deutscher Lohnbetrieb in eine innovative Vakuum-Härteanlage investiert, mit der sich eine ganze Reihe von Vorteilen realisieren lassen.

Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. In diesem Bereich sind hierzulande rund 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt und werden über 80 Prozent aller Fachkräfte ausgebildet. Beeindruckende Zahlen. Gleichzeitig gelten mittelständische Unternehmen als sehr kundenorientiert, flexibel bei der Umsetzung ihrer Ziele sowie innovationsfreudig. Dass dies alles der Realität entspricht, lässt sich auch und vor allem am Beispiel der schon angesprochenen Wolfgang Schmahl GmbH & Co. KG belegen.

Gegründet wurde das Unternehmen vor genau 50 Jahren. Als 1969 sein damaliger Arbeitgeber den Geschäftsbereich Lohnfertigung von Zahnrädern aufgab, nutzte Wolfgang Schmahl die ,Lücke‘, sich als Lohnfertiger von Zahnrädern selbstständig zu machen. Er kaufte eine Verzahnungsmaschine (die im Übrigen immer noch für Spezialaufgaben genutzt wird) und gründete die Zahnradfabrik Neviges.

Eine gute Entscheidung, wie sich an der weiteren Entwicklung des Unternehmens aufzeigen lässt. Seitdem hat sich die Zahnradfabrik Neviges vom Ein-Mann-Betrieb zum hochspezialisierten und international tätigen Hersteller von Zahnrädern und Systemlieferanten kompletter Getrieben entwickelt. Heute werden auf einer Produktionsfläche von über 10.000 qm mehr als 140 Mitarbeiter beschäftigt.

Seit 1998 lenkt die Geschicke der Sohn des Firmengründers und heutige Geschäftsführer Martin Schmahl. Er umreißt den Unternehmensschwerpunkt so: „Wir sind längst kein reiner Teilelieferant mehr, sondern haben uns in den letzten Jahren mit der Konstruktion und Fertigung kompletter Getriebe zu einem Systemlieferanten  weiterentwickelt. Dieser Geschäftsbereich nimmt inzwischen rund 50 Prozent unseres Geschäftsvolumens ein. Wobei wir uns ausschließlich auf Spezialgetriebe und Achsen für Land- und Baumaschinen, Windkrafträder, den Schiffsbau und die Flurfördertechnik konzentrieren.“

Und weiter: „Wir sind in unserer Konstellation ziemlich einzigartig, weil wir einen großen Durchmesserbereich, beispielsweise Zahnräder bis Modul 30 bei Werkstückgewichten bis 5 t abdecken und gleichzeitig eine hohe Varianz in den Stückzahlen anbieten können (von Losgröße 1 bis zu größeren Serien über 100.000 Stück pro Jahr). Das stellt höchste Anforderungen an unsere Fertigung und macht es unumgänglich, dass wir uns bei Investitionen für alle neuen Technologien rund um die Zahnradfertigung öffnen.“

Und weiter: „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel in die mechanische Bearbeitung investiert. Inzwischen sind wir in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Was uns aber immer gefehlt hat, war die Möglichkeit, auch die Wärmebehandlung im eigenen Haus durchzuführen. Wir haben uns des Öfteren überlegt, ob es denn nicht Sinn machen würde, in moderne Härtetechnologie zu investieren, aber haben auf dem Markt kein wirklich überzeugendes System gefunden, das unseren Anforderungen entspricht.“
Klassische Härteanlagen kamen schon aus grundsätzlichen Erwägungen (Nachfolgeprozesse, fehlende Fachkräfte, Energieeffizienz) nicht in Betracht. Aber auch den als moderne Alternative geltenden Vakuum-Härteanlagen konnte Martin Schmahl nicht sonderlich viel abgewinnen: „Bei konventionellen Vakuum-Härteanlagen wird für den Abschreckungsvorgang unter Hochdruck Stickstoff- oder Heliumgas verwendet. Das erfordert sehr hochwertige Werkstoffe, da bei den ,einfachen‘, sprich niedrig legierten Einsatzwerkstoffen wie z.B. 16MnCr5, nicht die nötige Kernhärte erreicht werden konnte.“ Zwar hatte man früher bei verzugskritischen Bauteilen schon öfter auf das Vakuumhärten zurückgegriffen und kannte das Verfahren als Alternative zu den gängigen Standard-Aufkohlungsprozessen. Aber: „Unsere Erkenntnis war, dass das Vakuumhärten in Verbindung mit der Gasabschreckung unter Verwendung teurer Einsatzwerkstoffe keinen wirtschaftlichen Sinn macht.“

Warum aber nicht weiter das Härten außer Haus geben? Martin Schmahl: „Als mittelständisches Unternehmen haben wir natürlich nicht die hohen Stückzahlen wie Großunternehmen. Das macht uns für Lohnhärtereien nicht unbedingt attraktiv. Das heißt, dass wir mit unseren Terminwünschen nicht immer auf offene Ohren gestoßen sind und unsere Durchlauf- und Lieferzeiten dadurch unnötig lange waren.“ Also haben Martin Schmahl und sein Team weiter nach Lösungen gesucht, die das eine – die Nachteile der angesprochenen Härtetechnologien – vermeiden und das andere – Nutzung ,normaler‘, sprich kostengünstiger Einsatzwerkstoffe – erlauben. Eine Lösung zeichnete sich ab, als man bei der Suche auf die Lohnhärterei VTN stieß. Das Unternehmen ist seit 2015 eine 100-prozentige Tochter des japanischen Multikonzerns IHI, der wiederum weltweit unter anderem Anlagen und Dienstleistungen für Wärmebehandlungen und Oberflächenbeschichtungen anbietet. Darunter ein innovatives und in Deutschland unbekanntes System zur Vakuumaufkohltechnik mit Ölabschreckung.

Für Martin Schmahl schon beinahe ein echter Glücksfall, entsprach doch diese Technologie dem Schmahl‘schen Forderungskatalog bis ins Detail. Martin Schmahl: „Wir haben uns sehr schnell entschlossen, in diese  hochmoderne Vakuum-Härtetechnologie zu investieren, weil wir hier alle Vorteile des konventionellen Härtens beibehalten, ohne mit deren Nachteilen leben zu müssen und gleichzeitig können wir die Schwächen üblicher Vakuumanlagen vermeiden.“ Im Detail: „Zum Beispiel entfallen hier Nachbehandlungsprozesse wie das  Reinigungsstrahlen. Da die Teile mit dem Einbringen in die elektrisch betriebene Wärmekammer bis zum temperierten Ölbad in einem geschlossenen sauerstofffreien System verbleiben, gibt es keine Verzunderung, denn direkt unter dem Ofen befindet sich der 9.000 Liter fassende temperierte Öltank.“

Und weiter: „Gegenüber anderer Vakuumhärtesysteme können wir hier auf unsere  Standard-Einsatzwerkstoffe zurückgreifen. Vor allem aber haben wir den gesamten Prozess im eigenen Haus und können den ganzen Durchlauf viel besser steuern, sodass wir nicht mehr auf externe Dienstleister angewiesen sind. Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung bei uns im Haus und: Die neue Anlage garantiert eine absolut gleichmäßige Aufkohlung bei einer präzisen Kontrolle der Einsatzhärtungstiefe.“ Wobei das bei Schmahl installierte IHI-Härtesystem direkt an die vorgeschaltete Verzahnungsfräsmaschine anschließt, so dass hier eine durchgehende Fertigungslinie entsteht.

Mit der automatisierten Härteanlage kann man bei Schmahl auf ein optimiertes Gesamtsystem zurückgreifen, das auch für ansonsten kritische Bearbeitungsschritte – Beispiel dünnwandige Teile – alles absolut prozesssicher abdeckt. Noch einmal der Geschäftsführer: „Bislang haben wir im Durchschnitt um die 120 Tonnen pro Monat für Wärmebehandlung außer Haus vergeben. Das deckt jetzt unsere neue Anlage ab. Wobei die Beschickung des 1.200 kg fassenden Härteofens über ein Robotsystem, das sich aus einem Puffer mit 18 vorbepackten Chargen bedienen kann, vollautomatisch abläuft.  Gleiches gilt für die folgenden Komponenten Anlassofen und Wascheinheit.“

Martin Schmahl fasst die Vorteile zusammen: „Wir können nach wie vor mit relativ günstigen Einsatzwerkstoffen arbeiten, erreichen in kürzerer Zeit ein besseres Ergebnis. Da der Härtevorgang deutlich verzugsärmer ausfällt, können wir die Zahnräder mit einem geringeren  Aufmaß in die Wärmebehandlung bringen und dadurch auch die nötige Nachbehandlung auf ein Minimum reduzieren. Das alles senkt zwar die Kostensituation nicht dramatisch, aber wir erreichen eine deutlich verkürzte Durchlaufzeit sowie ein besseres Verzugsverhalten bei unseren Produkten.“

Und als wäre das alles noch nicht genug: „Der Prozess ist absolut trocken und staubfrei und  erfüllt höchste Anforderungen an Arbeits- und Umweltschutz.“

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